Doina Panflöten - Allgemein

Ich möchte euch hiermit ein paar Tipps geben, damit ihr euch eventuell die richtige Panflöte besorgen könnt. Leider ist es so, dass immer mehr Panflötenbauer auf dem Panflötenmarkt erschienen sind, um mit ihren fragwürdigen Angeboten das große Geld zu machen. Das geht dann auf Kosten von Panflöteninteressenten, die sich um ein wahres und gutes Musikinstrument bemühen. Die größte Problematik ist gerade bei absoluten Neulingen die gerne Panflöte spielen lernen möchten, aber nicht wissen, ob denn die Panflöte die sie sich ausgeguckt haben überhaupt etwas taugt. Ich kann hier einige Panflötenbilder zeigen, wie eine Panflöe nicht aussehen sollte.


Finger weg von Panflöten die solch gravierende Mängel aufweisen wie bei den unten aufgeführten Bildern zu sehen ist.
Hier sieht man die schiefen Rohre und dort wo der Knoten zu sehen ist wird der Querschnitt enger, dies hat eine negative Auswirkung auf den Ton
Diese Rohre sind unförmig und haben keinen gleichmäßigen kleiner werdenden Verlauf, außerdem haben sie keinerlei Anschliff der für gutes Spielen unerlässlich ist. Schauen sie hier wie der Anschliff und die Rohröffnungen sein müssen: D1-d4
Der Schuh wurde mit billigem Sperrholz hergestellt, die Vorderseite ist wellig und unsauber angebracht.
Unsauberer geht es schon fast nicht mehr, diese Panflöte hat übrigens 1000 Euro gekostet und wurde anfang diesen Jahres (2009) verkauft. Eine Schweinerei in meinen Augen, leider war der Käufer ahnungslos wie so viele andere auch.

Die Innenseite des Schuhs wurde weggelassen, dies ist der billige Versuch einen Panflötenhersteller aus der Schweiz zu kopieren, der allerdings solch eine Schuhgestaltung perfekt fertigen kann.

Als Vergleich schauen sie sich bitte mal diese Bilder an: D1-d4
Noch ein welliger billiger Schuh aus Sperrholz, vom gleichen Hersteller wie bei den anderen Bildern, diese Panflöte hat 900 Euro gekostet.
Die oben angezeigten Bilder sind von Panflöten des gleichen Herstellers, hier in Deutschland, leider ist es sehr schwierig solchen Leuten das Handwerk zu legen, wobei man hier eigentlich nicht von einem Handwerk sprechen sollte. Dies sind alles keine Einzelfälle, viele Panflöteninteressenten waren schon mit solchen minderwertigen Panflöten bei mir, immer vom gleichen Hersteller, diese Panflöten lassen sich auch mit viel Mühe nicht mehr bespielbar machen.

 

Die meisten Panflöteninteressenten werden erst einmal bei Suchmaschinen wie Google nach Webseiten für Panflöten suchen, ob dort das richtige Musikinstrument zu finden ist. Bedenken sie bitte folgendes: Es gibt zwei Möglichkeiten seine Webseite auf die erste Google-Seite darstellen zu lassen, die eine, durch bezahlte Werbung, diese Seiten stehen meist ganz oben und sind rosa hinterlegt, oder sind auf der rechten Seite unter "Anzeigen" zu finden, die andere, das sind die Seiten, die schon viele Jahre vorhanden sind und deshalb einen der ersten Plätze bei Suchmaschinen, wie Google, yahoo etc. , belegen.

Einfacher erklärt, jeder kann heutzutage eine Webseite herstellen, diese Seite ins Internet stellen und dann bei Suchmaschinen wie Google dafür bezahlen, damit diese Seite ganz oben (oder rechts unter Anzeigen) steht wenn danach gesucht wird. Und zwar von heute auf morgen.

Lassen sie sich also nicht blenden, seien sie kritisch und glauben sie nicht alles was auf bestimmten Seiten zu lesen ist, früher sagte man, Papier ist geduldig, heute ist es das Internet.

" Das Auge kauft mit " Sagt man, aber ich würde euch bitten diesen Aspekt bei der Wahl eurer Panflöte nicht an erster Stelle zu setzten. Das betrifft natürlich nicht solche Panflöten wie auf den obigen Bildern aufgeführt. Nicht das "Äußere" macht eine Panflöte wertvoll, sondern Klangqualität, richtige Anordnung und die Wandstärke der einzelnen Rohre sowie deren Querschnitte.

Achtet auf die Stege zwischen den einzelnen Rohren, sie dürfen niemals dicker sein, als die Wandstärken der angrenzenden Rohre selbst. Wären sie dicker, würde die gesamte Breite der Panflöte und damit die Mensur nicht stimmen. Gerade bei dickwandigem Tonkin-Bambus kommt es oft zu falschen Mensuren. Regel: Legt bei der Alt-Panflöte (g1 - g4) ein biegsames Messband auf den äußeren Bogen (siehe rechts) der Panflöte an. Vom äußeren g1 bis zum äußeren g4 soll die gesamte Breite ca. 35 cm bis 36 cm betragen.


Eine Panflöte muss nicht schwer sein. Wie ihr rechts sehen könnt, halte ich eine Basspanflöte von mir mit zwei Fingern am Steg hoch. Dieses Instrument wiegt höchstens 900 gr. Vergleicht sie mal mit einer Basspanflöte aus Tonkin-Bambus. Ihr werdet euch wundern wie schwer diese ist. Das liegt oft an den vielen überflüssigen Materialien, wie die Überlängen der Rohre, zu viel Wachs und Lacke. Und natürlich schwerer Bambus.

Nicht empfehlenswert sind Panflöten, deren Rohre ausgebohrt worden sind. Warum werden sie ausgebohrt, werdet ihr euch fragen? Weil hier mit Bambus gearbeitet wird, der zu dickwandig ist. Das liegt daran, dass in den großen Mengen (Gebinden) bestellten Bambus, z.B. Tonkin, sehr viel Ausschussware ist. Die wollen die Panflötenbauer natürlich verarbeiten. Da wird gebohrt und ausgeschliffen oder die Dickwandigkeit einfach verkauft. Schaut euch mal ein natürliches Bambusrohr von innen an. Dann erkennt ihr nämlich die Seele eines jeden Bambusrohres. Die glatte und natürliche Innenfläche. Die darf und sollte man nicht zerstören.


Wenn sie sich entschließen sollten eine Panflöte zu erwerben, dann lassen sie sich beraten, holen sie zwei kompetente Meinungen ein, aber bitte von solchen Panflötenherstellern die schon mindestens 20 Jahre bekannt sind.

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